Ben Aaronovitch: Schwarzer Mond über Soho

Peter Grant ist alles andere als ein normaler Londoner Bobby. Gemeinsam mit seinem Chef Nightingale stellt er die Besetzung der Einheit 9 für Wirtschaftskriminalität und Spezialermittlungen kurz genannt Folly. Peter ist ein waschechter Zauberlehrling und Nightingale sein Lehrmeister. Dementsprechend magisch und bizarr sind die Fälle in denen das Duo ermittelt.

Schwarzer Mond über SohoObwohl sein Vater einst ein angesehener Jazzspieler war, hat Peter wenig von dessen Musiktalent geerbt. Nichtsdestotrotz kennt er sich in der Szene ziemlich gut aus. Daher dauert es nicht lange bis er auf einige mysteriöse Todesfälle bei Jazzmusikern stößt.
Gerade hat es innerhalb kürzester Zeit gleich zwei begabte Jazzer kurz nach ihrem Auftritt dahin gerafft. Eine Todesursache abgesehen von Herzversagen ist nicht erkennbar. Dank der sogenannten Vestigia – einem flüchtigen Eindruck bestehend aus Geruch, Geschmack und/oder Tönen – in der Nähe der Leichen und der Tatorte wird Peter an den vermeintlichen Ursprung für die Todesfälle geführt. Dieser liegt im Jahre 1941. Zeitzeugen sind somit spärlich gesät.
Gleichzeitig treibt eine geheimnisvolle Kreatur in London ihr Unwesen. Mehrere Männer werden tot aufgefunden. Sie verbluteten, weil ihnen der Penis abgebissen wurde. Anhand von Nachbildungen kommt kein gewöhnliches Gebiss in Frage, sondern vielmehr eine Vagina mit Zähnen.
Ausgerechnet die mürrische DC Stephanopoulous ermittelt in diesem Fall und zieht zur Beratung immer wieder Peter hinzu. Dieser sieht sich zunehmend im Stress.

Urkomischer Zauber-Krimi

Wer kein Faible für Seltsames und Bizarres hat, der sollte sich lieber eine andere Lektüre suchen. Alle anderen werden ganz sicher ihre Freude an diesem komischen Magie-Krimi haben.
Denn dieser Zauberlehrling hat so gar nichts mit dem bebrillten Schüler aus Hogwarts gemeinsam, sondern ist erfrischend bodenständig, frech und seinem Alter entsprechend den Frauen zugeneigt. Eine tolle Mischung für diese äußerst amüsante und magische Krimireihe.
Ungewöhnliche bildhafte Vergleiche stimulieren oftmals die Lachmuskeln, die Schilderung der amourösen Begegnungen stimuliert anderes. Und natürlich kommt auch die Spannung nicht zu kurz.
Dass das Ende eine Fortsetzung verspricht, tut dem Roman keinen Abbruch, sondern ist äußerst erfreulich.

Autorenporträt
Ben Aaronovitch wurde in London geboren und lebt auch heute noch dort. Wenn er gerade keine Romane oder Fernsehdrehbücher schreibt (er hat u. a. Drehbücher zu der englischen TV-Kultserie ‚Doctor Who‘ verfasst), arbeitet er als Buchhändler. Seine Fantasy-Reiche um den Londoner Polizisten Peter Grant mit übersinnlichen Kräften eroberte die englischen Bestsellerlisten im Sturm.

Buchinfo
„Schwarzer Mond über Soho“ von Ben Aaronovitch, erschienen Juli 2012 bei dtv, 416 Seiten, € 9,95, ISBN 978-3-423-21380-6

Quellen
Bild: www.dtv.de / Text: Susanne

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