A.K. Benedict: Die Eleganz des Tötens

Dr. Stephen Killigan ist gerade erst ein paar Wochen in Cambridge als Lehrer angestellt. An einem feuchtfröhlichen Abend entdeckt er eine Frauenleiche auf dem Campus und ruft die Polizei. Als die Beamten jedoch eintreffen, ist der Leichnam spurlos verschwunden. Killigan jedoch lässt die Angelegenheit keine Ruhe. Entgegen jeder Vernunft recherchiert er auf eigene Faust und entdeckt Unglaubliches.

Die Eleganz des TötensErst einige Wochen ist Stephen in Cambridge angestellt als Lehrer für Metaphysik. Nicht mehr ganz nüchtern entdeckt er eines Abends auf dem Campus eine Frauenleiche. Er vermutet hinter der Maske, die die Leiche trägt die vermisste Schönheitskönigin Miranda. Um die Polizei zu informieren entfernt er sich vom Fundort. Und als er zurückkehrt ist jedes Anzeichen für eine Leiche spurlos verschwunden. Die angerückten Beamten finden ebenfalls nichts und der junge Lehrer rückt in deren Fadenkreuz.
Nach einhelliger Meinung hat Stephen sich einen üblen Scherz erlaubt. Doch er selbst beginnt entgegen allen Ratschlägen zu recherchieren. Anhaltspunkt ist die steinerne Maske, die die Leiche trug. Befeuert wird seine Neugier zudem vom wunderlichen Professor Robert Sachs, der ihm die Ästhetik des Todes zeigen will. Und auch von einem weiblichen Unikum älteren Semesters namens Iris. Unterstützung findet er auch in der Bibliothekarin Lana, die sein Gefühlsleben zusätzlich durcheinander wirbelt.
Was Stephen jedoch im Laufe seiner Recherchen erfährt und am eigenen Leib spürt, ist zu fantastisch um es glauben zu können. Es macht die Suche nach dem Täter schier unmöglich. Und den Mörder damit unfassbar.

Der eigenen Geschichte nicht gewachsen

Ich bin ganz ehrlich unschlüssig was ich von dem Buch halten soll. Die Story ist unerwartet, fantastisch – im Sinne von Fantasievoll, ganz nett geschrieben und … ja, auch unterhaltsam. Sie ist in dem Sinne beeindruckend, weil ich auch Tage nach Ende der Lektüre noch immer darüber nachdenke.
Mir hat jedoch nicht gefallen, dass es auf dem Klappentext bzw. in der Inhaltsangabe keinen wirklichen Hinweis auf die fantastischen Ereignisse gibt. Von wegen „alle Zeit der Welt“ … das habe ich ganz ehrlich nicht so interpretiert wie es wohl gemeint ist. Vielleicht bin ich ja begriffsstutzig.
So habe ich einen soliden, bodenständigen Thriller erwartet. Beim Lesen ist dieser dann für mich eben ins Absurde geglitten, weil ich damit nicht gerechnet habe. Ich schätze, hätte ich das vorher gewusst, wäre meine Erwartungshaltung eine andere gewesen. Dann wäre ich den Ereignissen wohlgesonnen gewesen. So hat mir das, bei aller Innovation und Überraschung die Lesefreude etwas genommen. Ich habe mich erst mit der Fantasie der Autorin anfreunden müssen. Und das finde ich schade, weil ich so dem Buch nicht gerecht werden konnte.
Ich fand allerdings auch, dass die Autorin sich etwas übernommen hat, ihrer eigenen Geschichte nicht gewachsen war. An und für sich ist das Storyboard voller Potential, dass jedoch nicht genutzt wurde.
Teilweise fand ich das hin und her sehr verwirrend. Ganz zu schweigen von dem philosophischen Geschwafel mit dem ich so rein gar nichts am Hut habe. Und auch das Ende mag ich nicht. Es ähnelt einem aufgedröselten Seil, bietet mir keinen zufriedenstellenden Abschluss. Perfekt quasi für eine Fortsetzungsreihe, auf die ich in dem Falle gar keine Lust habe.
Wer Thriller und Fantasy miteinander kombiniert mag bzw. wer sich darauf einlässt, der wird an dem Buch seine helle Freude haben. Wer jedoch eher auf einen soliden Thriller steht, dem empfehle ich den Kauf nicht. Am besten blättert ihr das Buch vor dem Kauf durch und lest im 2. Drittel ein paar Seiten.

Autorenporträt
A. K. Benedict studierte Englische Literatur in Cambridge. Sie veröffentlichte zahlreiche Kurzgeschichten und arbeitet außerdem als Musikerin und Komponistin für Film und Fernsehen. „Die Eleganz des Tötens“ ist ihr erster Roman, dem die Presse bescheinigte, »eines der interessantesten Debüts des Jahres« zu sein.

Buchinfo
„Die Eleganz des Tötens“ von A.K. Benedict
Taschenbuch: erschienen Mai 2014 bei Knaur TB, 576 Seiten, € 16,99, ISBN: 978-3-426-51320-0
eBook: erschienen April 2014 bei Knaur eBook, 560 Seiten, € 14,99, ISBN: 978-3-426-42289-2

Quellen
Bild: www.droemer-knaur.de / Text (außer Autorenporträt): Susanne

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