Mein (imaginärer) Garten und ich

Früher, als ich noch jung war, also als Kind, fand ich Garten nicht so dolle. Im heimischen Garten musste ich Unkraut jäten und so. Im Schulgarten auch. Und ich war an beiden Orten nicht sonderlich motiviert, was sich auch auf die Qualität der Arbeit ausgewirkt hat. Und im Sendungsmäßig eher beschränkten DDR-Fernsehen war mir der Tiergarten Treff mit Prof. Dr. Dr. Dathe auch deutlich lieber als die olle Erika Krause mit Du und Dein Garten. Laaaaaaaangweilig!

Heute bin ich erstens naturgemäß älter und zweitens irgendwie auch reifer. Vielleicht auch fruchtiger – oder fruchtbarer …. wie man will. Also jedenfalls fände ich Erika Krause auch heute vermutlich noch langweilig. Aber das Thema Garten ist dennoch weitaus interessanter als zu Kinderzeiten. Und jedes Jahr im Frühling wächst die Lust auf Garten bei mir scheinbar mehr.
Sobald Schneeglöckchen und Hyazinthen und Osterglocken aus dem Boden spriessen, will ich ein eigenes grünes Reich haben. Und im Idealfall auch einen schicken und geschickten Gärtner dazu. Weil ich Unkraut jäten immer noch nicht mag. Immerhin wühle ich gern im Dreck. In meinem Garten gäbe es auf jeden Fall viele Osterglocken. Die großen satt-gelben, nicht die blassen. Schneeglöckchen natürlich auch und Krokusse in allen Farben. Tulpen würde ich in weiß und einem ganz dunklen Auberginefarbenen Lila haben wollen. Das sieht als Blumenstrauß toll und schrecklich edel aus. Primeln dagegen gäbe es in gelb und rot.
Es stünde weißer und dunkellila Flieder im Garten. Dafür wären die Hyazinthen nur rosa. Für weitere sonnig-gelbe Farbtupfer würden einer oder mehrere Forsythiensträucher sorgen. Einen oder zwei Magnolien mit ihren weiß-rosa Blüten gäbe es auch. Dazwischen Farne und Gräser. Auf jeden Fall auch einen Blauregen! (In der Nähe meiner Wohnung rankt ein wunderbar knorriger und verwundener Blauregen an einem Haus hoch – das sieht fantastisch aus!) Rhododendren würden in kräftigem rot und weiß und lila blühen. Es gäbe zwei Kastanienbäume, die mit ihrem roten und weißen Blütenkerzen Farbe in die höheren Regionen des Gartens brächten.
Natürlich hätte ich auch (Pfingst)Rosen. In allen möglichen Farben – ich mag es echt bunt. Dahlien und Löwenmaul würden mit kräftigen Farben den Garten ebenfalls bereichern. Blumen, die man auch schneiden und in eine Vase stellen kann. Dazu noch Hortensien – weiß und blau. Es gäbe auch eine schwarzäugige Susanne – allein schon wegen dem Namen! 🙂 Und ich hätte glaube ich auch noch ein Gestell, wo wilder Wein wächst, der sich im Herbst so traumhaft rot und feurig färbt.
Sonnenblumen hätte mein Garten auch. Die mit dem großen Blütenkopf. Und sicherlich auch Gladiolen. Die dürfen da auch in allen möglichen Farben stehen. Ein bisschen Obst hätte ich da: Himbeeren, Süsskirschen und wohl auch Erdbeeren. Naja und Kräuter sowieso. Petersilie, Salbei, Dill, Schnittlauch, Rosmarin, … was es da halt so gibt.
Und inmitten dieses immer-blühenden Paradieses hätte ich einen schöne Leseecke. Umgeben vom Duft der Blumen und umsummt von Bienen und Hummeln, könnte ich gemütlich schmöckern. Und ab und an den Blick heben und auf das Farbenmeer schauen … und/oder auf meinen knackigen Gärtner, der sich darum kümmert, dass alles blüht. *g*

Habt Ihr auch einen Gartentraum? Welche Blumen und Pflanzen stünden in Eurem Refugium? Oder sieht Eure ideale Leseecke anders aus?

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3 Gedanken zu “Mein (imaginärer) Garten und ich

  1. Wir haben einen großen Garten, der wirklich schön ist, aber auch mächtig viel Arbeit macht… Trotz allem macht mir das Arbeiten im Garten schon Spaß und das Lesen unterm Apfelbaum sowieso. Katzen um mich rum, Vögel zwitschern, der Wind in den Blättern… schöööööön!

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  2. Explosion der Farben in Deinem Garten!, aber wenn Du das alles irgendwann pflanzen willst fang schon mal an zu sparen, esist unglaublich was Blumenzwiebeln oder ein paar Pfingstrosen kosten, leider.
    Mir geht es genauso, früher fand ich Gartenarbeit eher ätzend, heute habe ich selbst einen und finde sie immer noch ätzend, ich sitze lieber auf der Liege und lese oder höre Musik :-)….

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    • Ja, der Garten ist schrecklich bunt. Wahrscheinlich passt ein Großteil der Pflanzen auch gar nicht zusammen. Hab ich übrigens erwähnt, dass mein knackiger Gärtner reich ist? 😉
      Im Ernst: Die Pflanzenpreise erschrecken mich teilweise schon immer, wenn ich ein wenig paar davon für meine Balkonblumenkästen kaufen will. Mein Südbalkon ist auch nicht besonders freundlich zu Pflanzen. Dieses Jahr habe ich mich daher für Blumensamen entschieden und hoffe es wird was.
      Ein Garten ist halt was tolles und im Moment bin ich immerhin für meinen Balkon dankbar. Da gibt es auch kein Unkraut. 🙂 Und ich kann trotzdem im Freien sitzen und lesen.
      In diesem Sinne ein schönes und erholsames WE
      Susanne

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