Der Traum vom eigenen Buch

Hat man mich mit Anfang/Mitte 20 gefragt, wo ich mich in 10 Jahren sehe, dann habe ich gern geantwortet: „An meinem Schreibtisch zwischen Büchern bei der Arbeit an meinem aktuellen Buch.“ Oder zumindest so ähnlich.
Damals hat mich Elizabeth George in ihrer Eigenschaft als Kriminal- und meine Lieblingsautorin sehr fasziniert und meinem Drang zu schreiben Nahrung gegeben. Der Traum war, selbst einen (Kriminal)Roman zu schreiben und natürlich zu veröffentlichen. Ein Buch mit meinem Namen drauf, das ich ganz stolz meiner Mama präsentieren könnte. Und natürlich mit der Schreiberei – mehr oder minder unabhängig – meinen Lebensunterhalt zu verdienen. Also ein Leben als erfolgreiche Autorin.
Inzwischen sehe ich das Ganze natürlich realistischer. Um einen Roman zu schreiben fehlt mir schlicht die Geduld und die Konsequenz. Für einen Kriminalroman fehlt mir außerdem das erforderliche Know-How und der Recherchewille. Daher hat es lediglich zu vier Kurz-Krimis gereicht, die ich vor einigen Jahren den wenigen Lesern eines Online-Magazins zur Kenntnis brachte.
Geschrieben habe ich trotzdem immer irgendwie: als Teenager (übel schmalzige) Love-Storys und Gedichte, später Sex- und Erotik-Geschichten und noch ein wenig später Glossen und fantasievolle Blog-Einträge bis ich schließlich bei den Rezensionen gelandet bin, wo ich gleich 2 Leidenschaften (Lesen und Schreiben) verbinden kann.
Der Traum vom eigenen Buch bzw. meinem Leben als erfolgreiche, gutverdienende Autorin ist also genau das: ein Traum.
Aber vielleicht doch nicht so ganz.
Seit Freitag habe ich nämlich einen Verlagsvertrag!
Ausgerechnet die kurzen Sex-Geschichten sollen als Buch erscheinen. Erst im März habe ich meine Vorschläge beim Verlag eingeschickt ohne große Erwartungen. Dass sie so wohlwollend beschieden wurden, hat mich überrascht und sehr gefreut. Denn diese Geschichten zu veröffentlichen war eigentlich so gar nicht geplant. Es war einfach ein Versuch nach einem sehr netten Gespräch auf der Frankfurter Buchmesse.
Ich bin noch immer ziemlich platt und kann es nicht so richtig fassen.
Es wird ein eBook und es wird bei CupidoBooks erscheinen. Und obwohl ich es jetzt hier aus purer Aufregung und Freude der Welt – oder zumindest Euch Blog-Lesern – kundtue, werde ich unter Pseudonym veröffentlichen.
Damit wird es wohl eher kein Geschenk für meine Mama zu Weihnachten. Aber meine Freundinnen sind umso aufgeregter. Und ich grinse permanent vor mich hin. Es ist ein tolles Gefühl, dass eine Verlegerin meine Geschichten für so gut hält, um sie auch anderen Menschen zugänglich zu machen. Ungläubigkeit, Aufregung und Freude wechseln sich bei mir gerade in einem Fort ab. Ich kann es gar nicht richtig in Worte fassen. Es ist toll!
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11 Gedanken zu “Der Traum vom eigenen Buch

  1. Wow, meine herzlichen Glückwünsche!
    Ich kann mir wohl gar nicht wirklich vorstellen, was das für ein erhebendes Gefühl sein muss.
    Und trotz des Pseudonyms werden wir doch hoffentlich erfahren, wann und unter welchem Titel wir die aufregenden Geschichten lesen dürfen? Ich bin nämlich schon ziemlich neugierig darauf.
    LG Gabi

    Gefällt 1 Person

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