Schreibprobe – kleiner Schmachtfetzen

Für alle die auf die Ankündigung meines Autorendaseins so positiv reagiert haben (und natürlich auch für alle anderen geneigten Leser) gibt es heute eine kleine Schreibprobe. Die stammt allerdings nicht aus dem zukünftigen Buch sondern ist bloss ein Gedankenspiel.

 

Ihr Blick fiel auf seinen Nacken. Über dem Saum des weißen Pullovers hob sich deutlich die gebräunte Haut ab. Ihre Augen folgten der geschwungenen Linie, die sein Hals und seine Schulter bildeten. Registrierten wie sich unter dem dünnen Stoff der durchtrainierte Rücken und ein kräftiger Oberarm abzeichneten. Und dabei konnte sie von ihrem Platz auf dem Rücksitz des Wagens nur einen kleinen Teil seines Oberkörpers sehen. Dass der Sicherheitsgurt sich an eine ebenso muskulöse Brust, einen flachen Bauch und um die schmale Hüfte schmiegte, ahnte sie nur.
Wenn er den Kopf wandte, sah sie auch sein Profil. Einen Teil der schön geschwungenen Lippen und die markante Nase, die sie so attraktiv fand. Die ebenfalls markante Kinn- und Wangenpartie, rasiert und ohne Bartschatten. Im Rückspiegel immer wieder ein verstohlener Blick in seine irritierend hellen Augen, die sie schrecklich durcheinander brachten.
Sehnsüchtig glitt der Blick zurück zur bloßen Haut seines Nackens. Feine blonde Härchen schimmerten im Licht der einfallenden Abendsonne unterhalb des Haaransatzes. Oberhalb davon der helle Schopf millimeterkurz geschnitten. Ihre Finger zuckten. Am liebsten hätte sie die Hand ausgestreckt, mit den Fingerspitzen über seinen Hals gestrichen und gespürt wie ihm ein angenehmer Schauer über den Rücken lief. Sie hätte gern die Linie nachgezeichnet, wo der Halsausschnitt des Pullovers endete und vermeinte schon die zarten Härchen unter ihren Fingern zu fühlen.
Wie es wohl wäre beide Hände auf seine Schultern zu legen? Seine Körperwärme und die Muskeln durch den Stoff zu fühlen. Seinen Nacken und oberen Rücken zu massieren bis er zufrieden und entspannt seufzt. Dann den Kopf zu neigen und mit den Lippen seinen Nacken zu streifen, ihn zärtlich zu küssen. Die Gänsehaut zu spüren, die seine Haut überzieht. Seinen Hals weiter zu küssen, mit der Zungenspitze am Haaransatz entlang zu streichen. Bis er den Kopf wenden und verlangen würde, dass ich ihn endlich auf den Mund küsst.
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Ein Gedanke zu “Schreibprobe – kleiner Schmachtfetzen

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