Prä-Hysterische Urlaubs-Vorfreude – Ist der Dschungel überhaupt was für mich?

Zu Beginn des Jahres hatte ich schon einmal meine diesjährigen Urlaubspläne erwähnt: Knapp 3 Wochen Rundreise durch Ecuador und Galapagos Mitte Oktober. Nun ist es August und es sind einige Monate ins Land gegangen in denen ich mich nicht groß dazu geäußert habe. Da war der Urlaub auch noch ziemlich weit weg. Irgendwann halt, Ende des Jahres… noch nicht relevant eigentlich. Nur mein Blogpost zum Spanisch-Kurs nahm darauf Bezug.
Nun rückt der Oktober näher. Es sind noch ziemlich genau zwei Monate bis zur großen Reise. Das ist zwar immer noch eine Weile hin, aber dennoch wird das Ganze nun doch greifbarer, realer. Der Anfänger-Spanisch-Kurs ist inzwischen abgeschlossen. Ich bin jetzt verbal perfekt auf das Urlaubsland eingestimmt. Ich kann mich mit den Lateinamerikanern super unterhalten. Also vorausgesetzt die sprechen langsam, wiederholen für mich mehrfach ihre Sätze und warten ab, bis ich im Wörterbuch geblättert habe. Dann kann ich mit Sicherheit parieren … oder sagen „No lo entiendo“ – „Ich verstehe nicht“.
Der Kurs hat jedenfalls mehr Spaß gemacht als ich dachte. Ich habe trotz der großen Klasse, die ein Volkshochschulkurs wohl zwangsweise mit sich bringt, einiges gelernt. Untypisch für mich habe ich mich sogar in meiner Freizeit auf den Hosenboden gesetzt und gelernt. Macht halt doch was aus, ob man was freiwillig angeht oder nicht. Die Sprache gefällt mir, und ich hoffe, ich behalte einiges bis zum Urlaub – und darüber hinaus.
Komischerweise übersetze ich beim Lernen zu Hause vieles erstmal automatisch ins Englische bevor mir das spanische Wort einfällt. Gerade wenn ich Sätze bilde oder ähnliches. Bevor mir also „No lo entiendo“ einfällt, schießt mir „I don´t understand“ durch den Schädel. Sei´s drum.
Neben dem Spanisch-Kurs habe ich auch meinen Naturführer für Galapagos gelesen. Den gab es schon zu Weihnachten als Geschenk, weil ich doch so gerne vor dem Urlaub in Reiseführern und so schmökere. Ich überlege jetzt noch einen Reiseführer für Ecuador zu kaufen. Mal sehen, was der Buchhandel da noch so hergibt.
Letztens habe ich mich schonmal gegen Gelbfieber impfen lassen. Für 3Minuten und einen kleinen Piecks, hockt man fast eine Stunde da rum! Furchtbar! Ein paar andere Impfungen stehen auch noch aus. Die lasse ich mir vom Hausarzt verpassen – dann muss ich sie schon nicht bezahlen. Gelbfieber bekomme ich zwar auch von der Krankenkasse bezahlt, aber das muss ich vorstrecken.
Wie gesagt, der Oktober rückt näher. So langsam mache ich mir Gedanken über das was ich mitnehmen muss, was ich noch kaufen sollte, überhaupt was mich erwartet. Und hin und wieder – besonders wenn ich an die Tage (und Nächte) denke, die ich im Regenwald verbringen werde – frage ich mich prä-hysterisch, ob das überhaupt was für mich ist. Ich meine, da sind wer-weiß-wie-große Spinnen und Moskitos und Schlangen und keine Ahnung was noch. Giftige Sachen. Eklige Sachen. Tiere, die mich anspringen werden, die über meine Arme kriechen wollen, die in meine Hosenbeine schlüpfen oder sich durch das Moskitonetz hindurch, nachts in mein Bett drängen. Brrrrrr….. ich werde nur mit Ganzkörperkondom dort rumlaufen!
Und wie sieht das eigentlich mit sanitären Anlagen in so einer Dschungel-Lodge aus? Ja, ich gehe auch auf deutschen Autobahnparkplätzen aufs versiffte Klo. Aber was erwartet mich in einer 3Sterne-Pension im Urwald? Jedes Reisebüro predigt, dass 3Sterne im Süden nicht gleichzusetzen sind mit 3Sterne-Standard in Deutschland. Vor meinem geistigen Auge erscheint ein Plumpsklo-Häuschen inmitten von Dschungel. Das ist zugegeben äußerst unwahrscheinlich, da man ohne Führer gar nicht in den Dschungel darf/soll. Und die werden nicht nachts parat stehen, wenn ich aufs Klo muss. Oder? Vielleicht esse ich auch einfach nichts im Urlaub. Getränke kann ich ausschwitzen und ich will ja sowieso abnehmen. Problem gelöst.
Überhaupt wollte ich ja bis zum Urlaub wieder einige Kilos weniger auf den Rippen haben. Zu meiner Schande muss ich gestehen, ich habs nicht geschafft. Obwohl ich dem ollen Detlef D! Soost zeigen wollte, dass ich auch ohne sein bescheuertes 10 Wochen-Programm für das man mindestens mal € 80 zahlen soll, abnehmen kann, bin ich bisher kläglich gescheitert. Meine Inkonsequenz und Faulheit und leichte Verführbarkeit in Sachen Essen geben den Klammergriff nicht auf. Die Idee alle Zettel von Pizza-Lieferservices zu entsorgen ist generell schon raffiniert gewesen. Allerdings wird dieser geniale Schachzug torpediert vom Internet im Allgemeinen und Lieferheld im Besonderen. Lieferheld ist scheisse! Vielleicht sollte ich einen Freund die Seite auf meinem Laptop sperren lassen… *grübel* Der müsste dann aus meinem privaten Telefonbuch auch die Nummer meines Lieblingspizza-Service löschen.

Was ich eigentlich sagen wollte: Die Vorfreude auf den Urlaub steigt. Die Aufregung auch ein wenig. Einen ausgewachsenen hysterischen Anfall wie einen Monat vor meiner Schottland-Rundreise hatte ich noch nicht. Aber ich sehe ihm entgegen. Vermutlich im September oder so. Wenn es soweit ist, lasse ich Euch vermutlich an meinen ausufernden, lächerlichen Bedenken teilhaben. Meiner Enttäuschung über mich selber in Sachen Gewichtsreduktion muss ich in den nächsten Wochen und Monaten wenigstens mit ein wenig Konditionstraining entgegen treten. Bitte drückt mir die Daumen, dass ich es nicht verkacke.

War von Euch denn schon mal wer in Lateinamerika? Oder sogar direkt Ecuador/Galapagos? Habt Ihr vielleicht praktische Tipps und Empfehlungen für mich, was ich mitnehmen sollte und was ich gar nicht brauche? Immer her damit.
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