BüRü: William Faulkner: Als ich in Sterben lag

Schon bevor ich diesen Blog hier gestartet habe, schrieb ich Rezensionen. Darunter waren viele Bücher, die mich in irgendeiner Weise (in der Regel positiv) beeindruckt haben. Und es wäre schade, wenn man sich immer nur mit Neuerscheinungen beschäftigt ohne auch mal zurück zu blicken. Daher möchte ich Euch unter der neuen Kategorie „Bücherrückblick“ – kurz BüRü – eben die Bücher vorstellen, die zwar nicht neu, aber eben für mich sehr nachhaltig sind. Den Bücherrückblick gibt es ab sofort immer Freitags. Viel Spaß dabei.

 

Addy Bundren stirbt. Ihr langsames dem-Tod-entgegen-dämmern und die tagelange Reise zu ihrem letzten Ruheort werden hauptsächlich aus der Sicht der vielen Familienmitglieder geschildert. Stellenweise kommen auch Nachbarn, Freunde der Familie oder einfach Reisebekanntschaften zu Wort.

Als ich im Sterben lagAddy Bundren ist Mutter von fünf Kindern: Cash, Darl, Jewel, Dewey Dell und Vardaman. Nun dämmert sie langsam dem Tode entgegen. Während ihr Mann Anse auf der Veranda sitzt und wartet, baut Cash den Sarg und Dewey Dell kümmert sich um ihre Mutter.
Es ist mitten im Sommer als Addy Bundren stirbt. Anse versprach ihr, sie in ihrer Heimatstadt Jefferson zur letzten Ruhe zu betten. Auch ohne Hindernisse eine lange und beschwerliche Reise. Weil der Sarg noch nicht fertig ist und auch der Wagen nicht da ist, verzögert sich die Fahrt schon um einige Tage.
Als die Familie endlich losziehen kann, hat es stark geregnet. Die beiden nächsten Brücken über den Fluss in Richtung Jefferson sind nicht mit dem Wagen passierbar. Cash, Darl und Jewel versuchen den Wagen samt Sarg an einer Furt durch die rauschenden Wassermassen ans andere Ufer zu bringen. Unter einigen Verlusten gelingt ihnen die halsbrecherische Aktion.
Doch auch die nächsten Tage halten noch genügend Hindernisse für die Familie bereit. Und jeder macht sich seine eigenen Gedanken.

Hilfloses „herum hüpfen“ in der Geschichte

Ich bin wirklich nicht für „große amerikanische Literatur“ geschaffen. Trotz aller guten Versuche. Auch zu diesem Klassiker von William Faulkner habe ich leider keinen rechten Zugang gefunden. Das mannigfaltige Kaleidoskop der Erzähler und deren Empfindungen hat mich zumeist schlicht verwirrt. Jedem Familienmitglied wird abschnittsweise in den Kopf geschaut und dem Leser präsentiert. Das hat durchaus einen gewissen Reiz. Doch ohne eine neutrale Schilderung der Ereignisse ist es, als würde man hilflos in der Geschichte herum hüpfen.

 

Autorenporträt
William Faulkner, am 25. September 1897 in Albany, Mississipi, als William Cuthbert Falkner geboren, zählt zu den bedeutendsten Schriftstellern des 20. Jahrhunderts. Neben seinem umfänglichen Werk, einer Chronik von Glanz und Verfall der Südstaaten, verfasste er Drehbücher, unter anderem zu Raymond Chandlers The Big Sleep und Ernest Hemingways To Have and Have Not, beide unter der Regie von Howard Hawks.
Faulkner wurde zweimal mit dem Pulitzer-Preis ausgezeichnet, erhielt den National Book Award und den Nobelpreis für Literatur. Er starb am 6. Juli 1962.

Buchinfo
„Als ich im Sterben lag“ von William Faulkner
Hardcover: erschienen Juli 2012 bei Rowohlt, 256 Seiten, € 19,95, ISBN:  978-3-498-02133-7
Taschenbuch:erschienen Januar 2014 bei rororo, 256 Seiten, € 9,99, ISBN:  978-3-499-26757-4
eBook: erschienen Juli 2012 bei Rowohlt E-Book, 256 Seiten, € 9,99, ISBN:  978-3-644-01971-3

Quellen
Bild+Autorenporträt: www.rowohlt.de / Text (außer Autorenporträt): Susanne

 

Kennt Ihr dieses Buch? Wie hat es Euch gefallen? Ich freue mich auf Eure Meinungen.

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