Rotterdam – Meine Reisetipps

Wie angekündigt sind hier nun endlich meine Tipps, falls Ihr einen Trip nach Rotterdam plant. Die Angaben sind selbstverständlich ohne Gewähr und bei Preisangaben empfiehlt es sich, dass vor der eigenen Reise nochmal nachzuprüfen.

1. Wetter – Kleidung

Für mich stellte sich die Frage, wie wird das Wetter und was nehme ich an Klamotten mit. Besonders wenn man nur 2 Tage vor Ort ist, will man (oder ich zumindest) ja keinen Koffer oder eine große Reisetasche mitnehmen.
Im Grunde sollte für jeden Fall was dabei sein, da das Wetter schnell mal umschlägt. Also Shirt, Pulli und/oder Wind/Regenjacke, lange Hose. Unterwäsche zum Wechseln versteht sich von selbst. Wir hatten Glück und es schien viel die Sonne, aber es war auch windig. Sonnencreme und Sonnenbrille sollten also auch nicht fehlen.
Natürlich ist das nur meine persönliche Empfehlung für einen Trip in den Sommermonaten. Im Winter müsstet Ihr das selber rausfinden. 😉

2. Hotels – Übernachtungsmöglichkeiten

Unser Hotel, das Hotel Rotterdam, kann ich überhaupt nicht empfehlen. Ich bin nicht sehr anspruchsvoll was Hotelzimmer angeht, aber dieses 3-Sterne-Haus fand selbst ich nicht gut. Dass es abgewohnt aussah und nicht mehr taufrisch, damit kann ich gut leben. Aber mit unbestimmbaren Flecken auf dem Boden, Schimmel im Bad und einer nicht-bezogenen Bettdecke ist auch meine Toleranzgrenze überschritten. Da war ich irgendwie ganz froh, dass wir dort kein Frühstück gebucht hatten. Beim Streifzug durch die Stadt, sind uns dann ein paar weit interessantere Übernachtungsmöglichkeiten aufgefallen. Zum Beispiel das Hausboothotel H2otel. In einem kleinen ruhigen Kanal im Wijnhaven gelegen bietet es durchaus komfortable Zimmer zu einem vernünftigen Preis. Das wäre definitiv eine Übernachtungsoption gewesen. Es gibt allerdings auch noch andere Hausboote auf denen man übernachten kann. Unter anderem kann man eine ganze Ferienwohnung auf einem Hausboot mieten. Ob das was für einen Wochenendtrip zu zweit ist, weiß ich nicht, aber ich wollte es mit erwähnt haben. 🙂

Für den kleinen Geldbeutel kann man sich in einem der Kubushäuser im StayOkay-Hostel einquartieren. Dann spart man sich auch schon den Eintritt in das Kubushausmuseum.
Wer hingegen viel zu viel Geld hat, es eher spartanisch mag und früh aufsteht, der kann sich auch eines der beiden Zimmer auf dem Euromast buchen. Die Übernachtung liegt im 3stelligen Bereich, die Zimmer sind mit Designmöbeln (also nichts was ich ansprechend finde) eingerichtet und man kann nur dann ins Zimmer, wenn die Aussichtsplattform für Besucher gesperrt ist. Wer würde auch in seinem Zimmer hocken wollen, wenn draußen Horden von Touris rumlaufen und reinglotzen?
Dafür hat man dann aber auch, wenn alle weg sind, die Aussichtsplattform für sich. Bis nachts 1Uhr kann man sich noch etwas zu Essen bestellen und das Frühstück gibt es ebenfalls aufs Zimmer. Man muss nur bis 10 Uhr das Zimmer verlassen.

3. Öffentliche Verkehrsmittel

Wie in nahezu allen größeren Städten verkehren in Rotterdam Busse, Tram (= Straßenbahn) und Metro (= S-Bahn). Ich persönlich finde das übersichtlich, aber ich fahre auch täglich Bahn und kann daher so einen Verkehrsplan recht gut lesen.
Was wir festgestellt haben: an den Tram-Stationen gibt es keine Ticketautomaten. Das Ticket kauft man in der Bahn bei einem Mitarbeiter (im Bus beim Fahrer), der genau dafür in der Bahn rumsteht. Hat man schon ein Ticket in der Tasche muss man dieses sowohl beim Ein- als auch Aussteigen in den Bussen und Bahnen an einen entsprechenden Scanner an der Tür halten. In die Metrostation rein und aus der Metrostation raus kommt man auch nur, wenn man das gültige Ticket besitzt.
Ich gebe zu so ganz bin ich nicht durchgestiegen, welche Tickets es gibt und was die Kosten. Uns wurde beispielsweise ein Ticket verkauft, das für 2 Personen 1 Stunde lang gilt. Mir ist nur nicht klar, ob damit eine reine Fahrstunde oder eine Zeitstunde gerechnet wird. Dafür sind wir zu wenig Tram und Bus gefahren.
Wer sich darum keine Sorgen machen will, der kauft ein Tagesticket oder eine Welcome-Card. Oder läuft einfach.

4. Wassertaxi

Müsst Ihr unbedingt fahren! Wir hatten einen Heidenspaß dabei über die Maas zu düsen. Je nachdem wo Ihr Euch hinchauffieren lasst, ist allerdings auch der Preis recht anständig. Fragt am besten vorher den Fahrer was es kostet und ob das pro Person oder für alle Mitfahrer gilt.

5. Welcome-Card

Mit der Welcome-Card kriegt man in Rotterdam in diversen Attraktionen (z.B. Zoo, Kubushäuser, SplashTours, Spido Hafenrundfahrt, etc.), Bars/Restaurants (z.B. Pfannkuchenboot) und Museen Vergünstigungen. Wenn man noch etwas Geld drauf legt, ist auch eine Tageskarte für die öffentlichen Verkehrsmittel inbegriffen. Hier kann man wählen ob 1, 2 oder 3 Tage inklusive sind.
Kaufen kann man die Welcome Card angeblich in vielen Hotels (in unserem nicht), am Flughafen (dort haben wir auch keine bekommen auf Nachfrage) und am Hauptbahnhof an der Information. Schaut am besten vorher auf www.rotterdamwelcomecard.com nach. Hier findet Ihr auch eine Liste Sehenswürdigkeiten/Läden in denen es Vergünstigungen gibt.

6. Gepäck deponieren

Wer – so wie wir – am Vormittag auschecken muss, abends erst fliegt und keine Lust hat seine Tasche/n mit sich herum zu tragen, der kann sie vorübergehend verwahren lassen. Mitunter bieten das ja auch die Hotels an, in denen man genächtigt hat.
Wenn das Hotel nicht in Frage kommt, kann man zum Hauptbahnhof Rotterdam Central gehen. Hat man eine Metrokarte (oder Welcome Card) hat man auch Zugang zu den Schließfächern und kann dort sein Gepäck unterbringen.
Zweite Möglichkeit ist der in der Nähe (= 1 Gehminute) gelegene Fahrradverleih Bike Total Zwaan im Großhandelsgebäude neben dem Bahnhof. Wir haben € 6 für unsere beiden Gepäckstücke bezahlt. Es liegt keine Preisliste aus, daher müsste man erfragen wie viel es kostet das Gepäck evtl. länger als einen Tag zu deponieren.

7. Bezahlen

Neben Bargeld sollte man auf jeden Fall eine Kreditkarte oder eine EC-Karte mit V-Pay einstecken haben. Am Euromast beispielsweise kann man nur mit Karte zahlen. Und die Fahrkartenautomaten in Metrostationen nehmen angeblich nur Münzgeld.
In vielen Lokalen/Restaurants ist es wohl üblich (zumindest wenn man draußen sitzt), zum Bezahlen der Rechnung in das Lokal hinein zum Kellner zu gehen. Uns ist außerdem aufgefallen, dass ein Bezahlwunsch oft nicht weiter gegeben wurde an den Kollegen. Der Tischabräumer sagt nur „Das macht der Kollege.“ und geht weg. Wir mussten uns dann selbst kümmern.

8. Stadt- und Hafenrundfahrten

Natürlich gibt es verschiedene Anbieter und jeder hat ja auch seine eigenen Vorlieben. Wir haben mit Spido eine ganz gemütliche Hafenrundfahrt gemacht. Das Schiff ist recht groß und fasst eine ganze Menge Menschen. Die Durchsagen zu den Sehenswürdigkeiten erfolgen nacheinander in verschiedenen Sprachen. Wer seinen Wunschplatz auf dem Oberdeck haben möchte, sollte sehr pünktlich 15-20 Minuten vor Abfahrt am Kai sein, um als einer der ersten zuzusteigen.
Kosten: € 12,50 p.P. Erwachsene
Dauer: 75 Minuten

Wenn ich nochmal nach Rotterdam fahren würde, würde ich allerdings eine Rundfahrt mit Splash-Tours machen. Denn die bieten Touren in Amphibienbussen an! Man fährt also sowohl auf der Straße als auch im Wasser. Für diese Touren ist es allerdings ratsam vorab Tickets zu reservieren. Wir hatten beim spontanen Kaufwunsch keine Chance mehr.
Kosten: € 24,50 p.P. Erwachsene
Dauer: 60 Minuten

Man kann natürlich auch „normale“ Stadtrundfahrten machen. Zu Fuß oder per Bus, mit einer historischen Straßenbahn oder per Fahrrad. Und selbstverständlich auch per Segway.

9. Fahrrad oder per Pedes

In Rotterdam liegen viele Sehenswürdigkeiten nicht weit voneinander entfernt und sind zu Fuß erreichbar. Wenn man also die Zeit hat und gut zu Fuß ist bzw. entsprechendes Schuhwerk trägt, kann man getrost vom Einen zum Anderen laufen.
Man kann sich auch an vielen Stellen ein Fahrrad ausleihen und damit durch die Stadt düsen. Die Fahrradwege sind sehr gut ausgebaut und es gibt keine wesentlichen Steigungen. Über Preise kann ich keine Auskunft geben, da müsste sich der geneigte Interessent selbst informieren.
Ich weiß auch nicht, ob man ein Fahrrad mit aufs/ins Wassertaxi nehmen darf bzw. wie das mit der Metro funktioniert.

10. Essen

Es gibt einige interessante Möglichkeiten in Rotterdam, um sich zu verköstigen. Wir haben leider so gut wie keine genutzt, weil wir einfach nie zur rechten Zeit am rechten Ort waren.
Wer es ganz frisch mag, sollte in der Markthalle essen. Vielleicht ein zweites Frühstück am späten Vormittag oder eben gleich Mittagessen. Viele Stände haben Sitzmöglichkeiten – manche haben eine kleine Dachterrasse, für die ich mich entscheiden würde.
Für Süßmäuler ist vielleicht das Pfannkuchenboot eine Option.
Wer in den Niederlanden Spanisch essen möchte, geht vielleicht lieber aufs Tapasboot.
Und ein Feuerwehr-Boot gibt es auch noch. Das ist nicht einfach nur rot, sondern da wurde tatsächlich ein altes Feuerwehr-Boot zum Restaurant umfunktioniert.
Angeblich steht auf all diesen Booten „das Ambiente im Vordergrund.“ wie der Reiseführer so schön schreibt.
Mein persönliches Highlight war wie schon im Bericht geschrieben, das Essen im Hotel New York. Man sitzt (bei schönem Wetter draußen auf der Spitze einer Landzunge und blickt auf den Hafen und die Maas. Mitunter muss man etwas warten, was aber gar nichts macht. Es gibt Sitzgelegenheiten und eine Bar für alle Wartenden. Und damit einem niemand einen Platz wegschnappt notieren die fleissigen Kellner Namen und Personenanzahl und rufen einen auf, sobald ein passender Tisch frei wird. Bei vielen anderen waren Meeresfrüchteplatten sehr beliebt und wir haben uns sehr leckere Brote schmecken lassen. Preis-Leistungs-Verhältnis fand ich sehr gut hier.
Sicherlich gibt es noch viele andere kulinarische Highlights in Rotterdam, wo sowohl Ambiente als auch Qualität stimmen. Da muss der interessierte Tourist sich aber vielleicht doch auch einen Reiseführer zulegen. 😉
Was vielleicht noch interessant ist: Ich bin das nicht mehr gewohnt, daher erwähne ich das hier: Es gibt in den Lokalen abgegrenzte Essenszeiten. Also Mittagstisch von 11.00 – 14.30 Uhr und Abendessen von 17.30 – 22.00 Uhr. Wer so unregelmäßige Essenszeiten hat wie E und ich, der muss dann auf die allseits sichtbaren Dönerläden oder Mc Donalds ausweichen. Oder eben nichts essen.

11. Euromast

Den Eintritt am Euromast kann man nur mit Karte bezahlen: Kreditkarte oder bei mir ging auch die EC-Karte, weil sie so ein V-Pay-Zeichen hat. (Damit konnte ich übrigens auch Geld abheben, obwohl sie nicht explizit am Geldautomaten angezeigt wurde.)
Mit dem Euroscoop bis auf 185Meter Höhe fahren kostet nichts extra. Der Euroscoop fährt alle 7Minuten von der oberen Aussichtsplattform weg. Wo man sitzt ist wurscht, weil das Ding sich ja dreht.
Kosten: € 9,50 p.P. Erwachsene
Wer mit dem Fahrstuhl hochfahren, aber am Seil wieder runter will – egal ob abseilen oder runter rutschen – der muss sich vorher anmelden. Da ich auch einen Fotografen gesehen habe, der überm Abgrund hängt, gehe ich davon aus, jeder wird in der möglichen Stunde seines Todes fotografiert und kriegt dieses Bild dann noch dazu. Ich will mich aber nicht festlegen, ob das im Preis inbegriffen ist – das müsstet Ihr nachlesen oder erfragen.
Kosten: € 52,50 p.P. (inkl. Eintritt zum Euromast)

12. Personifizierte Postkarten

Ich als inniger Postkarten-Fan finde diese Idee besonders hübsch. Am Souvenirshop am Kai bei Spido (siehe Pkt. 8) haben wir einen Automaten gefunden an dem man persönliche Postkarten ausdrucken lassen kann. Man wählt aus wie viele Postkarten man haben will und lässt sich fotografieren. Der Apparat knipst mehrfach und anschließend kann man die besten Bilder aussuchen. Ebenfalls kann man die Postkartenmotive in die das Bild eingefügt werden soll aussuchen und einen Grußtext. Der Apparat druckt dann die Postkarten aus und wenn man seine Email-Adresse angibt, bekommt man die Karten auch elektronisch nochmal zugeschickt.
Über die Qualität lässt sich insofern streiten, weil unser Bild ziemlich überbelichtet war. Vielleicht haben wir und/oder der Apparat aber einfach ungünstig gestanden. Die Idee generell finde ich klasse.
Kosten sind je nach Anzahl der gewünschten Karten unterschiedlich. Wir haben für 3 Karten € 8,00 bezahlt.

Wer auch immer Lust hat auf einen Städtetrip nach Rotterdam hat, dem wünsche ich viel Spaß. Vielleicht war der ein oder andere Tipp hier ja auch hilfreich.

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2 Gedanken zu “Rotterdam – Meine Reisetipps

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