Lauren Willig: Die fremde Schwester

Gerade erst ist ihre Mutter verstorben. Mitten in ihrer Trauer findet Rachel heraus, dass ihr Vater hingegen noch lebt. Obwohl er bereits seit über 20 Jahren tot sein soll. Inmitten einer neuen Familie lebt er im Luxus. Rachel will diesen unbekannten Vater unbedingt kennenlernen. Noch mehr beinahe seine andere Tochter Olivia. Mit Hilfe des Klatschreporters Simon schleust sie sich in die umtriebige höhere Gesellschaft Londons ein.

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In den 1920ern: Überstürzt reist Rachel von Frankreich nach England. Die Nachricht von der Krankheit ihrer Mutter hat sie erschreckt. Mit Bestürzung stellt Rachel fest, dass sie zu spät kommt – ihre Mutter ist bereits vor Tagen verstorben. Und sie muss auch das Haus in dem sie aufwuchs schnellstens räumen.
In ihrer Verzweiflung und Trauer fällt ihr ein recht neuer Zeitungsausschnitt in die Hände. Darauf ein Mann, der verblüffende Ähnlichkeit mit ihrem verstorbenen Vater aufweist. Doch der Mann auf dem Foto ist quicklebendig, wird als Lord Ardmore benannt und hat außerdem seine Tochter im Arm. Mit einem mulmigen Gefühl zeigt Rachel das Bild ihrem Onkel. Dieser bestätigt das Unfassbare: Rachels Vater war weder Botaniker noch ist er tot. Rachels Vater ist tatsächlich besagter Lord Ardmore, der hier unbekümmert mit seiner anderen Tochter Olivia in die Kamera schaut.
Als Rachel überstürzt ihren Onkel verlässt, schickt dieser ihr den Klatschreporter Simon Montford hinterher, der sich um sie kümmern soll. Ausgerechnet dieser Fremde bringt sie auf eine wahnwitzige Idee. Frei von jedweder Verpflichtung und besessen von dem Gedanken, ihrem leiblichen Vater gegenüber zu stehen, heckt Rachel mit Simon einen Plan aus. Mit einer Scharade soll sie in die illustre Londoner Gesellschaft eingeführt werden. So kann sie sich zunächst ihrer Schwester Olivia und schließlich ihrem Vater nähern.
Nicht eingeplant allerdings sind Komplikationen wie die, sich in Olivias Verlobten zu verlieben. Und Simon mit seinen Geheimnissen und seinem eigensinnigen Wesen ist ihr auch nicht immer eine Hilfe.

Kann Spuren von Spoilern enthalten.

Hachja, ich bin halt doch eine Romantikerin. Eine Weile bin ich zwar um das Buch herum geschlichen, aber jetzt habe ich die Lektüre wirklich genossen. Eine schöne positive Überraschung.
Die Protagonistin Rachel ist eine sympathische und patente junge Frau. Allerdings wird mir nicht richtig klar, was sie mit ihrem Versteckspiel so recht bezweckt. Vielleicht weiß sie das selbst nicht so genau, sondern hofft auf eine Eingebung, wenn es soweit ist.
Das ist meiner Meinung nach aber nicht wirklich schlimm. Die Dynamik zwischen Rachel und Simon gefällt mir sehr. Achtung Spoiler-Anfang: Und natürlich auch das Happy End. Spoiler-Ende. Der regelmäßige Schlagabtausch bringt noch etwas Schwung in die Sache.
Die Story ist flüssig und leicht geschrieben und lässt sich daher ratzfatz durchlesen. Man kriegt einen schönen Lesefluss und die Seiten fliegen nur so dahin. Es gibt zudem – obwohl in groben Zügen vorhersehbar – die eine oder andere Überraschung. Humor und Spannung kommen auch nicht zu kurz. Sollte ich mal wieder Lust auf einen Liebesroman verspüren, werde ich zukünftig gern an Lauren Willig denken und mir einen ihrer Romane aussuchen.
Für diese schöne, unterhaltsame und romantische Sommerlektüre gibt’s von mir eine klare Empfehlung.

 

Autorenporträt
Lauren Willig, geboren in New York, schreibt Liebesromane, seit sie sechs Jahre alt ist. Sie hat einen Abschluss in Englischer Geschichte und einen Doktor in Rechtswissenschaften. Nach einem Jahr in einer New Yorker Rechtsanwaltskanzlei entschied sie sich ganz für die Schriftstellerei. In den USA ist sie mit ihrer „Pink Carnation“-Liebesroman-Serie bekannt geworden.

Buchinfo
„Die fremde Schwester“ von Lauren Willig, erschienen bei Wunderlich
Hardcover: 400 Seiten, € 16,99, ISBN:  978-3-8052-5082-5
Taschenbuch: 400 Seiten, € 9,99, ISBN:  978-3-499-26964-6 (erscheint erst am 20.01.2017 bei rororo!)
eBook: 400 Seiten, € 14,99, ISBN:  978-3-644-22011-9

Quellen
Bild+Autorenporträt: www.rowohlt.de / Text (außer Autorenporträt): Susanne

 

Wenn Ihr das Buch gelesen habt, schreibt mir doch wie es Euch gefallen hat. Ich freue mich auf Eure Meinungen

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