BüRü: Ake Edwardson: Rotes Meer

Schon bevor ich diesen Blog hier gestartet habe, schrieb ich Rezensionen. Darunter waren viele Bücher, die mich in irgendeiner Weise (in der Regel positiv) beeindruckt haben. Und es wäre schade, wenn man sich immer nur mit Neuerscheinungen beschäftigt ohne auch mal zurück zu blicken. Daher möchte ich Euch unter der neuen Kategorie „Bücherrückblick“ – kurz BüRü – eben die Bücher vorstellen, die zwar nicht neu, aber eben für mich sehr nachhaltig sind. Viel Spaß dabei.

Vier Morde auf einen Schlag. Für Kriminalkommissar Erik Winter gleich eine Herausforderung nach seiner Rückkehr in den Polizeidienst. Die Ermittlungen sind schwierig, denn alle haben angst und schweigen. Winter erhofft sich Hilfe von einem etwa 10jährigen Jungen – doch den muss er erst mal finden. Åke Edwardsons Krimi ist angefüllt mit Spannung, schlagfertigen Dialogen und kunstvollen Situationszeichnungen.

rotes-meerKriminalkommissar Erik Winter ist gerade von einer 6monatigen Auszeit in den Dienst zurück gekehrt. Sein erster Fall hat es gleich in sich. In einem Supermarkt wurden drei Männer ermordet. Regelrecht hingerichtet wie das Meer von Blut am Tatort bezeugt. In der Wohnung eines Opfers wird auch die Leiche seiner Frau gefunden. Erik Winter und sein Team nehmen die Ermittlungen auf.
Alle Opfer waren Einwanderer aus dem Nahen Osten. Die Gespräche mit Familien und dem Bekanntenkreis gestalten sich schwierig. Was nicht nur an der Sprachbarriere liegt. Die Angst aller ist deutlich spürbar und das dadurch bedingte Schweigen wenig hilfreich.
Aufklärung erhofft Winter sich von einem etwa 10jährigen Jungen, dem er am Tatort begegnete. Doch ohne Namen scheint die Suche nach ihm aussichtslos.
Ein weiterer Mord an einem Informanten wirft neue Fragen auf. Erst der Tipp einer Putzfrau führt zur entscheidenden Wende in diesem undurchsichtigen Fall.

Schlagfertige Dialoge und gekonnte Situationszeichnungen

Åke Edwardsons Krimi strotzt trotz der vielen Morde nur so vor Leben. Mit vielen schlagfertigen Dialogen und gekonnten Situationszeichnungen fühlt man sich immer mitten im Geschehen, möchte sich selbst an den Gesprächen beteiligen. Die Frage nach Täter und Motiv bleibt bis zum ende spannend.
Positiv auch, dass Winters Privatleben und das seiner Kollegen weder ausgeschlossen, noch in den Vordergrund gestellt wird. Lediglich über Wochentage und Tageszeiten gibt es aufgrund mangelnder Angaben zuweilen Verwirrung.
Abgesehen davon jedoch in sehr gut gelungener Krimi – in jedem Fall empfehlenswert.

Autorenporträt
Åke Edwardson, Jahrgang 1953, lebt mit seiner Frau und zwei Töchtern in Göteborg. Bevor er sich dem Schreiben von Romanen widmete, arbeitete er als Journalist u.a. im Auftrag der UNO im Nahen Osten, schrieb Sachbücher und unterrichtete an der Universität von Göteborg Creative Writing. Mit Rotes Meer legt er den achten Roman um Kommissar Erik Winter vor.

Buchinfo
“Rotes Meer“ von Åke Edwardson erschienen bei Ullstein
Taschenbuch: erschienen 2009 bei List, Broschur, 368 Seiten, 9,95, ISBN-13 9783548608891
Taschenbuch: erschienen 2012 bei Ullstein, Broschur, 368 Seiten, € 9,99, ISBN-13 9783548284569
eBook: erschienen 2010, ePub, 368 Seiten, € 9,99, ISBN-13 9783548920825

Quellen
Bild+Autorenporträt: www.ullsteinbuchverlage.de / Text (außer Autorenporträt): Susanne

Kennt Ihr dieses Buch? Wie hat es Euch gefallen? Ich freue mich auf Eure Meinungen.

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